Zurück zum Newsletter Archiv

Newsletter 2-2006
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

NEWSLETTER
der psychologischen Beratungspraxis

AM RAND DER ZEIT
ABSCHIEDE gestalten – TRAUER durchleben – NEUES wagen
Dipl.-Psych. Annette-Susanne Hecker, Hamburg
Begleitung in Lebenskrisen – Supervision – Fortbildung

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

13. Februar 2006

Der Februar

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.

Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham.

In Brokat und seidnen Resten,
eine Maske vorm Gesicht,
kommt sie dann zu unsren Festen.
Wir erkennen sie nur nicht.

Bei Trompeten und Gitarren
dreh’n wir uns im Labyrinth
und sind aufgeputzt wie Narren,
um zu scheinen, was wir sind,

Unsre Orden sind Attrappe.
Bunter Schnee ist aus Papier.
Unsre Nasen sind aus Pappe.
Und aus welchem Stoff sind wir?

Bleich, als sähe er Gespenster,
mustert uns Prinz Karneval.
Aschermittwoch starrt durchs Fenster.
Und die Zeit verlässt den Saal.

Pünktlich legt sie in die Truhe
das Vorüber und Vorbei.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
Sorgenkleid und Einerlei.

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.

Aus „Die dreizehn Monate“ von Erich Kästner


Gedanken zum Februar
Seinen Namen hat er vom lateinischen februare bekommen; das heißt reinigen
und dieser Name machte im alten Rom Sinn für diesen Monat, denn der
Februar war bis zur Einführung des julianischen Kalenders der letzte Monat
des Jahres. Zum Jahresende oder auch zum Ende eines Lebensabschnitts oder
auch zum Ende des ganzen Lebens haben viele Menschen das Bedürfnis nach
Reinigung, nach Bereinigung, nach der Ordnung ihrer Angelegenheiten, nach
dem Schließen offener Figuren, wie es die Gestalttherapie nennt. Eine gute
Portion dieser Be-reinigungsenergie wünsche ich mir und Ihnen für alle
kleinen und großen Übergänge dieses Jahres!
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Meine Angebote:

Vom Festhalten und Loslassen
Offene Gesprächsgruppe über „End-lich leben!“„Vergänglichkeit
bejahen!“„Spiritualität im Alltag“ und ähnliche Themen
Jeder Abend steht unter einem Motto, zu dem ich zur Einstimmung passende
Texte und als Gesprächshilfe geeignete Fragestellungen und Übungen
mitbringe. Sie können sich immer wieder neu von Termin zu Termin für eine
Teilnahme entscheiden.
Jeweils am 3. Donnerstag im Monat, 19.00 – 21.30 Uhr
16. Februar 2006
Unsre Nasen sind aus Pappe. Und aus welchem Stoff sind wir?
Ballindamm 9, 20095 Hamburg
Teilnahmebeitrag: 20 €
Bitte melden Sie sich telefonisch (040-29 88 10 32) oder
schriftlich unter info@am-rand-der-zeit.de an.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage
www.am-rand-der-zeit.de

Einen Flyer mit allen Terminen und Themen der Gesprächsgruppe sende ich
Ihnen – auch zur Weitergabe an Ihre Klientinnen und Kunden gerne zu, wenn
Sie mir Ihre Adresse schreiben: info@am-rand-der-zeit.de


Führe Deine Seele aus
Sonntagsspaziergänge in Gemeinschaft
Eine Kooperation mit dem Haus der Zeit – Bestattungshaus Bauermann
http://www.hausderzeit.de/

Einmal im Monat biete ich im Haus der Zeit einen Sonntagsspaziergang an.
Jeder Spaziergang steht unter einem Motto, auf das wir uns in der
Eröffnungsrunde einstimmen.
Dann brechen wir zu einem etwa zweistündigen Spaziergang auf, für den Sie
festes Schuhwerk tragen sollten. Während der zweiten Stunde schweigen wir
wie auf einem Pilgerweg miteinander.
Bei Kaffee und Kuchen lassen wir den Nachmittag im Haus der Zeit
ausklingen.

Teilnehmen können alle, die dazu Lust haben. Insbesondere eingeladen sind
Trauernde und pflegende Angehörige.

Nächster Termin:
12. März 2006-02-13
Motto: In Baum und Krume regt sich’s allenthalben.
Ort: Haus der Zeit, Bornkampsweg 40 a, 22926 Ahrensburg
(U-Bahn-Station Buchenkamp)
Wegbeschreibung:
http://www.am-rand-der-zeit.de/images/teaser/wegbeschreibung.jpg
Zeit: 14.00 – 17.30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 15 €
Bitte melden Sie sich telefonisch (040-29 88 10 32) oder
schriftlich unter info@am-rand-der-zeit.de an.

Einen Flyer mit allen Terminen und Themen der Spaziergänge sende ich Ihnen
– auch zur Weitergabe an Ihre Klientinnen und Kunden gerne zu, wenn Sie
mir Ihre Adresse schreiben: info@am-rand-der-zeit.de

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Interessante Informationen und Links
Das Programm der Veranstaltungen im Haus der Zeit für das 1. Halbjahr 2006
ist da!
Neben meinen Sonntagsspaziergängen in Gemeinschaft gibt es noch weitere
interessante Veranstaltungen im Haus der Zeit: ein Chorkonzert, einen
Filmabend und zwei Vorträge.
Das vollständige Veranstaltungsprogramm als pdf-Datei finden Sie hier:
http://www.am-rand-der-zeit.de/haus-der-zeit.html

Ein Faltblatt mit dem Veranstaltungsprogramm senden wir Ihnen – auch zur
Weitergabe an Ihre Klientinnen und Kunden gerne zu, wenn Sie uns Ihre
Adresse schreiben:
kontakt@bestattungshaus-bauermann.de
oder: info@am-rand-der-zeit.de


Die DEUTSCHE BUDDHISTISCHE UNION informiert auf der Website
www.buddhismus-soziales.de über viele Anbieter und Veranstaltungen von
buddhistisch orientierten Referentinnen und Refrenten im ganzen
Bundesgebiet.

Das Trauerportal http://www.trauer.org/ bietet unter anderem
Online-Seminare in Trauerbegleitung.

Trauerseminar für trauernde Eltern und Geschwister: 21. – 23. April in Bad
Bevensen. Nähere Informationen und Anmeldung:
http://www.verwaiste-eltern.de/v2/HP/index_gr1.php

Im April findet in Wien ein interessantes Symposium statt: Sterbefall
Mensch. Wie wir morgen leben und sterben werden. Nähere Informationen
unter;
http://www.iff.ac.at/pallorg/main.php?id=20#20

Seminar „Rituale in der Trauerzeit“ mit den Bestatterinnen Annette Foshag
und Maren Repenning (memento mori): Sonnabend, 11. März 2006, 10 – 17 Uhr,
55 €; nähere Informationen und Anmeldung unter:
http://www.bestatterinnen.de/index.html

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Die Wortklauberei des Monats
Unter dieser Überschrift gebe ich im Newsletter Tipps zum sorgfältigen und
hilfreichen Umgang mit Sprache.

Von der Negation zur Position
Immer wieder bin ich erstaunt und auch ein wenig erschrocken darüber, wie
häufig ich Negationen formuliere, genau beschreibe, was etwas NICHT ist,
sein soll, war. Und wenn ich es merke und versuche, positiv zu sagen,
worum es mir geht, stelle ich oft fest, dass ich hin- und her gerissen
bin, dass ich noch darum ringe heraus zu finden, was genau ich sagen will,
dass ich meine Position noch suche. Das kann ich dann ja sagen und
benennen, zwischen welchen Positionen ich schwanke. Es ist schon so:
Wissen, was ich nicht will, sagt nur sehr wenig darüber aus, was ich will;
wenn ich zum Beispiel nicht nach Mexiko fahren will, bleiben immer noch
sehr viele Reiseziele übrig. Und ein Kapitän könnte mit der Zielangabe
„Nicht nach Mexiko“ also viel zu viel anfangen und daher fast nichts.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieses Newsletters noch einen
schönen Februar und grüße Sie herzlich!

Ihre Annette-Susanne Hecker

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Wenn Sie den Newsletter nicht mehr bekommen möchten, können Sie hier
http://www.am-rand-der-zeit.de/kontakt.php Ihr Abo kündigen.