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Newsletter

7-2006
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NEWSLETTER
der psychologischen Beratungspraxis

AM RAND DER ZEIT
ABSCHIEDE gestalten – TRAUER durchleben – NEUES wagen
Dipl.-Psych. Annette-Susanne Hecker, Hamburg
Begleitung in Lebenskrisen – Supervision – Fortbildung

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17. Juli 2006

Der Juli

Still ruht die Stadt, Es wogt die Flue.
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.

Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.

Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
auch die künftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen egen an Bord
und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
und hält nicht viel von Rätseln.

Er hält die Welt für ein Bilderbuch
mit Ansichtskartenserien.
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.
Sie weiß Bescheid.
Sie weiß, die Zeit
überdauert sogar die Ferien.

Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon
von hier beginnt das Märchen.
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn,
ruht ein zersaustes Pärchen.
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn.
Hier steigen und sinken die Lerchen.

Das Mädchen schläft entzückten Gesichts.
Die Bienen summen zufrieden.
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts.
r tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
in den Wald und zieht durch den Schluss des Gedichts,
wie in alten Zeiten gen Süden.

Aus „Die dreizehn Monate“ von Erich Kästner

Gedanken zum Juli (mit Rätsel)
Die Herkunft des Monatsnamens ist – im Gegensatz zu allen vorhergegangenen – ein ganz weltlicher: Der Juli heißt so nach Julius Caesar, der dem römischen Patriziergeschlecht der Julier entstammte. Er hatte im Juli Geburtstag, der zum Zeitpunkt seiner Geburt allerdings noch Quintilis hieß. Warum wohl?
Alte deutsche Namen für den Juli sind Heuert oder Heumonat und auch Bären- und Honigmonat wurde er früher genannt. Nun zu Beginn des zweiten Halbjahrs beginnt also schon die Zeit der Ernte. „Nehmen“ ist genau so eine große Kunst wir „Geben“. Nun gilt es zu realisieren und zu vertrauen, dass es immer genau das Richtige ist, was wir da ernten. Sowohl quantitativ als auch qualitativ bekommen wir „das Unsere“, das, was wir brauchen und vertragen.
Eine gute Portion dieser Liebe für das, was ist, wünsche ich Ihnen und mir für die kleinen und großen Übergänge dieses Jahres.

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Meine Angebote:

Jetzt auch Bestattungen
Als freie Mitarbeiterin des Bestattungshaus Bauermann richte ich komplette Bestattungen aus, kümmere mich also auch um die gesamten Formalitäten, die mit einem Sterbefall verbunden sind. Weiterhin stehe ich auf Wunsch als Rednerin und Zeremonienmeisterin für die Trauerfeier zur Verfügung.
Selbstverständlich berate und unterstütze ich auch zukünftig sehr gern Angehörige, die eine Abschiedsfeier selbst gestalten möchten. Im Haus der Zeit, den wunderschönen Räumlichkeiten des Bestatters Axel Bauermann, besteht die Möglichkeit, Verstorbene aufzubahren, so dass Angehörige sich in Ruhe von einem Verstorbenen verabschieden oder auch eine Totenwache halten können. Außerdem bietet das Haus der Zeit Raum für große und kleine Trauerfeiern sowie für Kaffeetafeln und Nachfeiern im Anschluss daran.
Das Haus der Zeit liegt zwischen Hamburg-Volksdorf und Ahrensburg, auf dem Gelände der Allmende Wulfsdorf, einem sozialen und ökologischen Dorfprojekt.
Adresse: Bornkampsweg 40 a, 22926 Ahrensburg.
Eine Wegbeschreibung finden Sie hier:
http://www.am-rand-der-zeit.de/images/teaser/wegbeschreibung.jpg

Selbstverständlich kann eine Trauerfeier auch an einem anderen Ort stattfinden, z.B. in einer Friedhofskapelle oder an einem geeigneten Platz, der für den Verstorbenen Bedeutung hatte.

Des weiteren biete ich ausführliche Beratungsgespräche an, in denen es um die vielfältigen Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge im Hinblick auf die individuellen Wünsche von Kundinnen und Kunden geht.

Das Bestattungshaus Bauermann erreichen Sie telefonisch rund um die Uhr unter der Telefonnummer 040-600 97 600.


Vom Festhalten und Loslassen
Offene Gesprächsgruppe über „End-lich leben!“„Vergänglichkeit bejahen!“„Spiritualität im Alltag“ und ähnliche Themen
Jeder Abend steht unter einem Motto, zu dem ich zur Einstimmung passende Texte und als Gesprächshilfe geeignete Fragestellungen und Übungen mitbringe. Sie können sich immer wieder neu von Termin zu Termin für eine Teilnahme entscheiden.

Jeweils am 3. Donnerstag im Monat, 19.00 – 21.30 Uhr
20. Juli 2006
Motto: Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Ballindamm 9, 20095 Hamburg
Teilnahmebeitrag: 20 €
Bitte melden Sie sich telefonisch (040-29 88 10 32) oder
schriftlich unter info@am-rand-der-zeit.de an.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage www.am-rand-der-zeit.de

Einen Flyer mit allen Terminen und Themen der Gesprächsgruppe sende ich Ihnen – auch zur Weitergabe an Ihre Klientinnen und Kunden gerne zu, wenn Sie mir Ihre Adresse schreiben: info@am-rand-der-zeit.de


Führe Deine Seele aus
Sonntagsspaziergänge in Gemeinschaft
Eine Kooperation mit dem Haus der Zeit – Bestattungshaus Bauermann http://www.hausderzeit.de/

Einmal im Monat biete ich im Haus der Zeit einen Sonntagsspaziergang an.
Jeder Spaziergang steht unter einem Motto, auf das wir uns in der Eröffnungsrunde einstimmen.
Dann brechen wir zu einem etwa zweistündigen Spaziergang auf, für den Sie festes Schuhwerk tragen sollten. Während der zweiten Stunde schweigen wir wie auf einem Pilgerweg miteinander.
Bei Kaffee und Kuchen lassen wir den Nachmittag im Haus der Zeit ausklingen.

Teilnehmen können alle, die dazu Lust haben. Insbesondere eingeladen sind Trauernde und pflegende Angehörige.

Nächster Termin:
23. Juli 2006
Motto: Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Ort: Haus der Zeit, Bornkampsweg 40 a, 22926 Ahrensburg
(U-Bahn-Station Buchenkamp)
Wegbeschreibung:
http://www.am-rand-der-zeit.de/images/teaser/wegbeschreibung.jpg
Zeit: 14.00 – 17.30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 15 €
Bitte melden Sie sich telefonisch (040-29 88 10 32) oder
schriftlich unter info@am-rand-der-zeit.de an.

Einen Flyer mit allen Terminen und Themen der Spaziergänge sende ich Ihnen – auch zur Weitergabe an Ihre Klientinnen und Kunden gerne zu, wenn Sie mir Ihre Adresse schreiben: info@am-rand-der-zeit.de


Engel in der Stadt

Eine fotografische Erkundung von Olympia Sprenger
Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Ohlsdorfer Friedhofs realisierte die Hamburger Künstlerin im Jahre 2002, ein Kunstprojekt, bei dem ein Engel (mit 3m Spannweite!) durch Hamburg streifte und für Aufmerksamkeit sorgte. Die fotografischen Ergebnisse sind jetzt im Haus der Zeit noch einmal zu besichtigen.
Ort: Haus der Zeit, Bornkampsweg 40 a, 22926 Ahrensburg
(U-Bahn-Station Buchenkamp)
Wegbeschreibung:
http://www.am-rand-der-zeit.de/images/teaser/wegbeschreibung.jpg

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Interessante Informationen und Links

„Fliegen“ – Ein Gebet in Bewegung
Fliegen ist eine Bewegungsmeditation, die aus dem alten Hawai’i stammt und als Vorbereitung zur LOMI-Massage praktiziert wird. Sie öffnet das Herz und verbindet uns mit allem, was ist, war und sein wird. Wenn wir fliegen, erleben wir eine kraftvolle und heilende Energie. Wir lernen ganz neue Seiten an uns kennen, alte zu lieben und zu akzeptieren oder sogar zu verändern. Fliegen harmonisiert uns auf allen Ebenen des Seins.
Birgit Rieckmann und Harriette Sakuma, zwei sehr erfahrene LOMI-Praktikerinnen und LOMI-Lehrerinnen, bieten noch dreimal in diesem Jahr „Fliegetage“ an. Teilnehmen können alle, die Freude an Bewegung haben.
Termine: Jeweils Samstag, 22. Juli, 23. September und 25. November 2006
Ort: Tanzraum Bogenstr. 45 d
Weitere Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer 040-678 28 72


Trauer unter besonderen Bedingungen
2. Sommerakademie für Trauerbegleitung des Trauerinstitut Deutschland (TID e.V.)
Geboten wird ein vielfältiges Programm mit Referaten und Arbeitsgruppen zu den Themen „Trauer bei Kindern und Jugendlichen“, „Trauer im Alter“ und „Trauer und Trauma“.
Termin: 16. – 18. September 2006
Ort: TaT-Zentrum Rheine
Nähere Informationen gibt es hier: www.trauerinstitut.de


Fachtagung „Wie viel Tod verträgt der Mensch?“
veranstaltet vom Gütersloher Verlagshaus in Kooperation mit mehreren Organisationen (u.a. TID e.V.)
Termin: 15.09.2006
Ort: Bielefeld
Informationen unter www.gtvh.de


Vorankündigung:
Sterben, Tod und Trauer in Frauenhand
Bundesweite Fachtagung und Vernetzungstreffen von Frauen, die als Bestatterinnen und als Sterbe- und Trauerbegleiterinnen ihr Geld verdienen, die diese Arbeit explizit als (lesbische) Frauen tun und aus diesem Blickwinkel reflektieren möchten.
20. – 22. Oktober 2006 in Hamburg
Was die Teilnahme kostet, hängt davon ab, ob beantragte Zuschüsse bewilligt werden.
Nähere Informationen: Bea Trampenau, Lesbenverein Intervention e.V., Telefon: 040-24 50 02


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Die Wortklauberei des Monats
Unter dieser Überschrift reite ich im Newsletter mein Steckenpferd, die sorgfältige und hilfreiche Verwendung von Sprache.

Vom Maximum zum Optimum
Die augenzwinkernde Kritik an den zahlreichen falsch gesteigerten Adjektiven in unserer Alltagssprache überlasse ich gern Bastian Sick. (Das Kapitel „Brutalstmöglichst gesteigerter Superlativissimus“ in seinem „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ ist übrigens sehr lesenswert!). Mir selbst stoßen neben diesem Hang zur falschen Steigerung der Steigerung öfter grammatikalisch zwar richtige und doch unpassende Übertreibungen auf. Interessanterweise greifen die meisten von uns vor allem bei negativen Nachrichten zu Begriffen wie „Katastrophe“ (für einen Fleck auf der Bluse) oder „Super-GAU“ (für einen abgestürzten Computer). Wie seltsam hörte es sich an, wenn wir bei positiven Ereignissen auch so übertrieben: „Es ist das reinste (!) Wunder, ich habe eine passende Jeans gefunden.“ oder „Schlaraffenland!“ (wenn ich ein belegtes Brötchen kaufe).
Ich finde es angenehm und interessant, nach dem jeweils passenden (und in diesem Sinn dann optimalen) Wort zu suchen und wenn dann wirklich etwas besonders Schlimmes oder etwas besonders Schönes geschieht, sind die passenden Superlative noch ganz frisch und unverbraucht!

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Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieses Newsletters noch einen schönen Juli und grüße Sie herzlich!

Ihre Annette-Susanne Hecker

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